Archiv für April, 2009

Breaking News: Heynckes statt Klinsmann beim FC Bayern München

27. April 2009

Seit Wochen hatten verschiedene Zeitungen und Fernsehsender darüber gemutmaßt, nun ist es beschlossene Sache: Jürgen Klinsmann wird vorzeitig als Trainer des FC Bayern München abgelöst, sein Nachfolger wird Jupp Heynckes, der bereits für vier Jahre lang (1987-1991) das Training an der Säbener Straße geleitet hatte.

Anscheinend hatten die Vereins-Funktionäre schon länger mit Heynckes Kontakt, denn dieser saß – so berichtet der kicker – während des letzten Bundesliga-Spiels bereits auf der Tribüne und beobachtete seine künftige Elf.

Besonders interessant ist die Besetzung des Co-Trainer-Postens, denn diese Frage wird vereinsintern gelöst: Hermann Gerland, Trainer der zweiten Mannschaft und als Förderer der Jugend und harter Hund bekannt, wird diese Aufgabe übernehmen.

Heynckes wird vorerst nur bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben, möglicherweise geht man also mit einem anderen Trainer in die nächste Spielzeit.

Interessante Personalien werden für Heynckes sicherlich Michael Rensing und Hans-Jörg Butt sowie die Rolle von Lukas Podolski werden. Auch ein möglicher Wechsel von Franck Ribéry wird davon abhängen, mit welcher Perspektive und welchem Trainer der FCB in die kommende Saison geht.

Europäisches Fußballradar, Ausgabe #2

23. April 2009

An dieser Stelle nur ein knapper Hinweis auf die zweite Ausgabe des Europäischen Fußballradars drüben beim Kollegen probek. Keine weiteren Worte, weil die Auswertung dort ohnehin vollständig ist.

[Hier im Blog wird es für die nächsten Wochen wahrscheinlich sehr ruhig werden. Ich stecke mitten im Abi-Stress, bis Pfingsten wird's hier wenig zu lesen geben.]

Ein ♥ für Blogs

21. April 2009

Derzeit ist für mich die wohl stressigste Zeit des gesamten Jahres und eigentlich hatte ich geistig schon damit abgeschlossen, an der Stylespion-Aktion «Ein ♥ für Blogs» nicht teilnehmen zu können. Nun ja, ich habe mir dennoch ein paar Minuten freigeschaufelt… Meine Empfehlungen sind aufgeteilt, hier gibt es in erster Linie Fußball-Blogs, während es in meinem anderen Blog thematisch querbeet geht.

Catenacciohttp://catenaccio.de
Catenaccio ist jung und gut. Jens Peters schreibt in unfassbarer Frequenz Beiträge, bloggt live und bemüht sich darum, neue Wege zu gehen. Für mich ist «Catenaccio» das wichtigste und beste Blog der deutschen Bundesliga – und dies ist alles andere als Kritik an der Konkurrenz.

Thor Waterscheihttp://www.thor-waterschei.com
Thor Waterschei gelingt es, interessante Artikel mit Ironie und Humor zu kombinieren, hinzu kommt eine ansprechende und angenehm übersichtliche Form. Die Qualität des Blogs entspricht der einer guten regelmäßigen Kolumne eines Print-Magazins!

Any Given Weekendhttp://anygivenweekend.wordpress.com
Als Sympathisant der Dortmunder Borussia war «Any Given Weekend» eines der ersten Blogs, das in meinem Feedreader landete. Regelmäßige Berichte über den BVB und hin und wieder ein Blick nach England machen das sehr schön geschriebene Blog meiner Meinung nach zu einem der angenehmsten deutschen Vertreter.

Medien Sport Politikhttp://www.medien-sport-politik.de
Felix Flemming schreibt viel über Sport, (inzwischen auch) viel über Politik und manchmal über Medien. Seine Artikel decken sich mit meinen Interessen und sind von herausragender Qualität. Seine Beiträge kann man nicht einfach weglesen, man muss sich mit ihnen wirklich beschäftigen – und dann lernt man das Blog lieben.

Rapidhammerhttp://rapidhammer.blogspot.com
Deutschsprachige Blogs über den Fußball in der Premier League sind selten, doch mit dem «Rapidhammer» gibt es einen exzellenten Vorreiter. Im Zentrum des Interesses steht West Ham United und dank der vielen aktuellen Einträge fühlt es sich an, als seien die Beiträge von einem Vereins-Korrespondenten verfasst.

Premiership & mehrhttp://premiership-and-more.blogspot.com
Noch recht neu und in etwas unkonventionellem Design (ich hoffe, der rote Seitenhintergrund ist nicht beabsichtigt) ist das Blog «Premiership & more» – ein weiterer Vertreter der England-Berichterstattung. Das Blog hat das Potenzial, zu einem der interessantesten Exemplare zum englischen Fußball zu werden und ist definitiv einen Blick/Klick wert.

angedachthttp://angedacht.wordpress.com
«Heinz Kamke» (so das Pseudonym des Autors nach einem Fußballbuch für Kinder) ist Fan des VfB Stuttgart und schreibt. angedacht ist in meinen Augen der beste Vertreter jener Gattung Blogs, die sich auch, aber nicht ausschließlich mit Fußball beschäftigen. Und: Seine Artikel sind allesamt extrem lesenswert.

3x England, 1x Spanien – Die Champions League

16. April 2009

Die Partien des Halbfinales der Champions League stehen fest. In der Runde der letzten vier stehen drei englische und ein spanisches Team: Der FC Arsenal, der FC Chelsea, Manchester United und der FC Barcelona.

FC Arsenal – Manchester United
Cleverness oder Müdigkeit? ManUtd tat im Viertelfinalrückspiel gegen den FC Porto nicht mehr als nötig. Eine kurze Druckphase zu Beginn und eine herausragende Aktion von Cristiano Ronaldo genügte den «Red Devils», um ins Halbfinale einzuziehen.

Der FC Arsenal lieferte gegen den FC Villarreal eine zügige Partie, die chronisch junge Truppe von Arsène Wenger spielte den spanischen Gegner über weite Strecken an die Wand.

Wie endet das Halbfinale der beiden englischen Vertreter? Die größere Routine hat sicherlich Manchester, das jedoch gegen den FC Porto sehr verschlafen über den Platz trabte. Wayne Rooney als omnipräsenter Dauerläufer war einer der wenigen Aktivposten, ansonsten lief das Spiel im Schongang und mangelte an Kreativität und Spielfreude.
Bei den «Gunners» spielte vor allem Cesc Fabregas, der durch kluge Pässe in die tiefe Angriffe einleitete, herausragend.

Viel wird darauf ankommen, wie konsequent die Abwehrreihen agieren. Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney und Dimitar Berbatov bilden ein äußerst schlagkräftiges und vor allem flexibles Angriffstrio, das gegebenenfalls auch auf engstem Raum herausragend agiert. Es wird Arsenal einige Anstrengung abverlangen, wenn man diese Offensive aus dem Spiel nehmen will – alle Anspielstationen und potenziellen Laufwege müssen berücksichtigt werden!
Umgekehrtes gilt auch für Arsenal: Der Angriff ist agil, die schnellen Anrgiffe über die Außenbahn durch Robin van Persie oder Samir Nasri werden mit Sicherheit ein Problem für ManUtd werden. Da Manchester mit den zwei hünenhaften Innenverteidigern Rio Ferdinand und Nemanja Vidic Vorteile in den Luftduellen haben wird, muss Arsenal zwingend durch kluge Pässe zum Erfolg kommen. Möglicherweise setzt Wenger auch den «Brecher» Emmanuel Adebayor auf die Bank und hofft auf kleinere und agilere Spieler.

Es wird viel von der Tagesform abhängen. Agiert Manchester erneut so lethargisch wie gegen den FC Porto, dürfte der FC Arsenal die Nase vorn haben. Kontrolliert die Londoner Defensive Manchesters Angriffs-Trio nicht, ist die Elf von Sir Alex Ferguson im Vorteil.

FC Chelsea – FC Barcelona
Das Viertelfinal-Hinspiel zwischen dem FC Bayern München und dem FC Barcelona zeigte die besondere Klasse der Katalanen. Schnelles, direktes Spiel und eine erfrischende Offensive um Lionel Messi, Samuel Eto’o und Thierry Henry.

Der FC Chelsea erlebt unter Guus Hiddink eine Wiederauferstehung; der russische Nationaltrainer ist sich auch nicht zu schade, frühzeitig zu wechseln und eine neue taktische Marschroute zu wählen. In dem Kader der Superstars genießt er anscheinend absolute Autorität.

Nicolas Anelka und Didier Drogba pflegen ein ähnliches Spiel, beide sind groß und arbeiten kaum defensiv. Dies ist vielleicht der entscheidende Nachteil gegen den FC Barcelona, der ein sehr laufintensives Angriffsspiel betreibt. Vor allem im Hinspiel wird es schwer für die Londoner werden, ohne den gesperrten Ashley Cole die eigene Defensive zu koordinieren.
Hat Chelsea eine Chance? Vielleicht aus dem Mittelfeld heraus. Frank Lampard und Michael Ballack können das Tempo eines Spiels variieren (ebenso wie Messi und Xavi Alonso bei Barcelona), außerdem wird ihre Robustheit in Zweikämpfen dafür sorgen, dass die «Blues» einige Bälle im Mittelfeld erobern. Ein schneller und gut vorgetragener Angriff – und schon könnte die englische Elf führen.

Insgesamt sehe ich die Vorteile aber eher beim FC Barcelona. Messi, Henry und Eto’o sind kaum kontrollierbar und werden immer wieder im Strafraum zu Chancen kommen. Zwar steht mit Petr Cech bei Chelsea ein herausragender Torhüter zwischen den Pfosten, der viele Bälle abfangen wird – aber über zwei Spiele hinweg werden sich Großchancen für Barcelona nicht verhindern lassen.