Posts Tagged ‘Borussia Dortmund’
6. September 2009
Marko Marin und Mesut Özil bei Werder Bremen, Franck Ribéry und Arjen Robben beim FC Bayern München, Timo Gebhart und Aliaksandr Hleb beim VfB Stuttgart.
Ich habe in dieser Saison noch fast keinen Bundesliga-Fußball gesehen und auch ansonsten die Sport-Presse nicht übermäßig aktiv verfolgt, aber eines fiel mir auf: Neuverpflichtungen für die zentrale Position hinter den Angreifern gab es fast nicht, stattdessen konzentrieren sich die Einkäufe mehr auf die Flügel.
Der HSV steht mit Zé Roberto zwar diesem Trend entgegen, der Ex-Bayer soll aber in erster Linie für eine Stabilisierung des Mittelfeldes sorgen. Renato Augusto bei Bayer 04 Leverkusen ist einer der wenigen «10er» alter Prägung, möglicherweise kann man auch Dortmunds Nuri Sahin in dieser Kategorie einordnen.
Aber so insgesamt wage ich zu behaupten, dass in dieser Saison die Außenpositionen wieder mehr im Fokus stehen werden.
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Tags: Aliaksandr Hleb, Arjen Robben, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, FC Bayern München, Franck Ribéry, HSV, Marko Marin, Mesut Özil, Nuri Sahin, Renato Augusto, Timo Gebhart, VfB Stuttgart, Werder Bremen, Zé Roberto
1. Juli 2009
Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, um euch für sieben Euro ins Stadion zu lassen. Euch finanzieren doch die Leute in der Loge.
Vor eineinhalb Jahren hat der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung mit dieser Aussage (und weiteren ähnlichen, dokumentiert bei Fußballer reden viel) für viel Wirbel gesorgt. Darf man die eigenen Fans so beleidigen?
Der investigative Fußball-Blog «Taktikbesprechung» hat seitdem monatelang recherchiert drüben bei Fritten, Fußball & Bier nachgelesen und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Die Ticketpreise des FC Bayern München für Stehplatz-Dauerkarten in der kommenden Spielzeit sind die niedrigsten in der Bundesliga (ausgenommen eventuell Schalke 04, wo man sich noch nicht für einen endgültigen Preis entschieden hat). Für 120€ kann man in der Allianz Arena eine Saison lang Fußball sehen, in Mainz muss man dafür fast 100€ mehr bezahlen – ohne jedoch Stars wie Rensing Ribéry und Mario Gomez zu sehen.
Auch bei den teuersten Sitzplätzen bewegen sich die Bayern nur im Mittelfeld: 650€ zahlt man für alle Bundesliga-Heimspiele in der teuersten Sitzplatzkategorie. Immerhin steht man hier vor dem FSV Mainz 05, aber auch weit hinter Borussia Dortmund, die mehr als 800€ verlangen.
Bleibt nur noch die Frage: Warum sollte man 150€ bzw. 570€ für eine Hoffenheim-Dauerkarte ausgeben?
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Tags: Borussia Dortmund, Dauerkarte, FC Bayern München, FC Schalke 04, Fritten Fußball & Bier, FSV Mainz 05, Fußballer reden viel, Jahreshauptversammlung, Sitzplatz, Stehplatz, TSG Hoffenheim, Uli Hoeneß, Wutrede
19. Juni 2009
Schon seit einiger Zeit war absehbar, dass die talentierten Bender-Zwillinge nicht ihre komplette Fußballerkarriere beim TSV 1860 München verbringen würden, doch wie schnell und unkompliziert der Transfer von Sven Bender jetzt über die Bühne ging, ist dennoch überraschend.
Der 20-Jährige gilt als eines der größten deutschen Talente, in der vergangenen Saison spielte er regelmäßig bei den «Löwen» (bis zum 19. Spieltag absolvierte er alle Partien), zuvor wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Lars und seinem damaligen Vereinskollegen Timo Gebhart (inzwischen VfB Stuttgart) U19-Europameister, mit der U17-Auswahl des TSV 1860 wurde er deutscher Meister.
Immer wieder hatten Klubs aus ganz Europa ihr Interesse an dem Mittelfeldspieler gezeigt, der Verein lehnte jedoch alle Angebote ab, auch wenn diese von Real Madrid, Manchester United, dem FC Liverpool oder auch Bundesligisten wie Bayer 04 Leverkusen kamen. Manfred Schulte, der Spielerberater der Zwillinge, ließ aber keinen Zweifel daran, dass seine Klienten langfristig eine Nummer zu groß für 1860 München sein würden und dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis ein Abschied nötig sei.
Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen zu sein, im Tausch gegen den bereits an die «Löwen» ausgeliehenen Antonio Rukavina wechselt Sven Bender zu Borussia Dortmund und unterschreibt dort einen Vertrag bis 2013. Über die weiteren Details des Transfers vereinbarten die Vereine Stillschweigen, Gerüchten zufolge hat der BVB zusätzlich zu Rukavina eine niedrige siebenstellige Summe gezahlt.
Welche Frage nimmt Bender im Dortmunder Mittelfeld ein? Gibt es überhaupt einen Platz für ihn neben Blaszczykowski, Hajnal, Kringe, Kehl, Sahin?
In der letzten Saison zeigte sich ein weiteres Mal die Verletzungsanfälligkeit von Spielern wie Kringe und Kehl, auch Blaszczykowski fiel länger aus. Durch solche Verletzungen könnte Bender schnell in die erste Elf rutschen. Aber auch wenn alle Spieler gesund sind, könnte er eine Chance haben: Der Abgang von Kevin-Prince Boateng scheint beschlossene Sache, seine Spielweise war überhart und rüpelhaft, er war teilweise auch einfach eine Last für das Dortmunder Spiel. Bender könnte ähnlich wie Boateng seine Chance erhalten, sich in der ersten Elf zu beweisen.
Wie man nach und nach junge Profis an die erste Elf heranführt, bewies erst Markus Babbel in der vergangenen Rückrunde, wo er den Ex-«Löwen» Timo Gebhart behutsam aufbaute – inzwischen scheint dieser Roberto Hilbert verdrängen zu können.
Weitere große Neuverpflichtungen im Mittelfeld gibt es noch nicht, Jürgen Klopp scheint vielmehr festgestellt zu haben, dass es an der Breite fehlt und der BVB Probleme bekommt, wenn Spieler verletzt sind. Neben Bender spielt auch der Neuzugang Markus Feulner (den Klopp noch aus seiner Mainzer Zeit kennt) im Mittelfeld, doch einen Platz in der Startelf dürfte er sich wahrscheinlich nicht dauerhaft sichern können. Auch der nach Karlsruhe ausgeliehene Giovanni Federico kehrt zurück, wurde jedoch unter Klopp ausgemustert – und wird wahrscheinlich verkauft, wenn sich ein Abnehmer findet.
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Tags: 1860 München, Antonio Rukavina, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, BVB, FC Liverpool, Florian Kringe, FSV Mainz 05, Giovanni Federico, Jakob Blaszczykowski, Jürgen Klopp, Karlsruher SC, Kevin-Prince Boateng, Lars Bender, Manchester United, Manfred Schulte, Markus Babbel, Markus Feulner, Nuri Sahin, Real Madrid, Roberto Hilbert, Sebastian Kehl, Sven Bender, Tamás Hajnal, Timo Gebhart, TSV 1860 München, VfB Stuttgart
22. Mai 2009
David Odonkor, einer der WM-Helden von 2006, zieht es anscheinend zurück nach Deutschland. Nachdem er zuletzt beim Tabellensechzehnten der spanischen Primera División, Betis Sevilla, nur noch sporadisch zum Einsatz kam, erwägt er nun laut Informationen des «sid» eine Rückkehr in die Bundesliga.
Es gibt in Deutschland drei oder vier interessierte Mannschaften. Wenn ich eine davon auswählen könnte, wäre es Hannover 96.
Ein taktisches Manöver? Hannovers Präsident Martin Kind erklärte, er hätte dieses angebliche Interesse seines Vereins erst durch die Presse erfahren. Andererseits könnte Hannovers neuer Sportdirektor Jörg Schmadtke, der erst seit wenigen Wochen im Amt ist, in diesen Fall verwickelt sein. Aus seiner Zeit bei Alemannia Aachen ist bekannt, dass Schmadtke zuweilen dazu neigt, Entscheidungen nicht mit dem Vereinsvorstand abzusprechen – das würde Kinds Ahnungslosigkeit erklären.
Es ist unbekannt, ob und zu welchen Bundesligisten Odonkors Spieleragentur «Sieger Sport» bereits Kontakte geknüpft hat. Möglicherweise könnte auch die Agentur «Teamgeist», die Andreas Hinkel betreut, mit dem Transfer zu tun haben, bei beiden Agenturen fungiert ein gewisser Klaus Schaude als Ansprechpartner.
Seriöse Quellen, die eine Tendenz anzeigen, existieren derzeit nicht. Laut Transfermarkt.de soll auch BSC Young Boys Bern an einer Verpflichtung von Odonkor interessiert sein.
Meine Vermutungen:
- Jörg Schmadtke ist an Odonkor interessiert, hat seinem Präsidenten aber davon nichts erzählt. Dieser erfährt es dummerweise über die Presse.
- Der 1. FC Köln deckt mit seinem Scouting-Netzwerk den iberischen Fußball gut ab. Odonkor als Vorlagengeber für Lukas Podolski könnte eine interessante Option für die kommende Saison sein. (Gegen Ende seiner Dortmunder Zeit schlug Odonkor präzise Flanken, ob das noch immer so ist, kann ich nicht beurteilen.)
- Die TSG Hoffenheim will zur neuen Saison einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Spieler investieren. Da Rangnick über einen sehr schnellen Sturm verfügt (zum Beispiel Demba Ba), würde Odonkor gut in dieses Spielsystem passen. Möglicherweise gelingt es Rangnick auch, Odonkors «eigenwillige» Technik und Ballbehandlung zu verbessern. (In der Vergangenheit ließ er auf Videos Bewegungsanalysen seiner Spieler erstellen, um Fehler zu entdecken. Ich weiß nicht mehr, welchen Spieler Rangnick hier als Beispiel heranzog – ich habe wieder Demba Ba im Hinterkopf -, aber die Verbesserung war bemerkenswert.)
- Ich könnte mir auch vorstellen, dass einer der Zweitliga-Aufsteiger (SC Freiburg ist bereits aufgestiegen, der FSV Main 05 und der 1. FC Nürnberg steigen entweder direkt auf oder erreichen den Relegationsplatz) Interesse an einer Belebung für die Offensive hätte.
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Tags: 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg, 11Freunde, 1899 Hoffenheim, Alemannia Aachen, Andreas Hinkel, Betis Sevilla, Borussia Dortmund, BSC Young Boys Bern, Bundesliga, David Odonkor, Demba Ba, FSV Mainz 05, Hannover 96, Jörg Schmadtke, Klaus Schaude, Lukas Podolski, Martin Kind, Primera Division, Ralf Rangnick, SC Freiburg, sid, Sieger Sport, Teamgeist, Transfermarkt.de, TSG Hoffenheim