Posts Tagged ‘FC Bayern München’

Der Trend zum Flügel?

6. September 2009

Marko Marin und Mesut Özil bei Werder Bremen, Franck Ribéry und Arjen Robben beim FC Bayern München, Timo Gebhart und Aliaksandr Hleb beim VfB Stuttgart.

Ich habe in dieser Saison noch fast keinen Bundesliga-Fußball gesehen und auch ansonsten die Sport-Presse nicht übermäßig aktiv verfolgt, aber eines fiel mir auf: Neuverpflichtungen für die zentrale Position hinter den Angreifern gab es fast nicht, stattdessen konzentrieren sich die Einkäufe mehr auf die Flügel.

Der HSV steht mit Zé Roberto zwar diesem Trend entgegen, der Ex-Bayer soll aber in erster Linie für eine Stabilisierung des Mittelfeldes sorgen. Renato Augusto bei Bayer 04 Leverkusen ist einer der wenigen «10er» alter Prägung, möglicherweise kann man auch Dortmunds Nuri Sahin in dieser Kategorie einordnen.

Aber so insgesamt wage ich zu behaupten, dass in dieser Saison die Außenpositionen wieder mehr im Fokus stehen werden.

Kurt Landauer, Ex-Präsident des FC Bayern München

1. August 2009

Die Vereinshistorie des FC Bayern München konzentriert sich oftmals auf die Nachkriegszeit. Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Gerd Müller und vielleicht «Bulle» Roth, später dann Lothar Matthäus und Giovane Elber, die üblichen Verdächtigen eben.

Ein Name, der mir bislang neu war, ist Kurt Landauer. Landauer, Jahrgang 1884, war in den 1920er Jahren Präsident des FC Bayern München, in seine Zeit fiel der erste Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1932. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde das Leben für den Juden Landauer gefährlich, er geriet ins Visier des NS-Terrors und landete vorübergehend im KZ Dachau, bevor ihm die Flucht aus Deutschland gelang.
Ab 1947 baute er den FC Bayern München wieder auf.

Ronny Blaschke hat für 11Freunde einen interessanten Artikel über Kurt Landauer und den Umgang des FC Bayern mit seiner jüdischen Historie verfasst.

Späte Genugtuung für Uli Hoeneß

1. Juli 2009

Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, um euch für sieben Euro ins Stadion zu lassen. Euch finanzieren doch die Leute in der Loge.

Vor eineinhalb Jahren hat der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung mit dieser Aussage (und weiteren ähnlichen, dokumentiert bei Fußballer reden viel) für viel Wirbel gesorgt. Darf man die eigenen Fans so beleidigen?

Der investigative Fußball-Blog «Taktikbesprechung» hat seitdem monatelang recherchiert drüben bei Fritten, Fußball & Bier nachgelesen und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Die Ticketpreise des FC Bayern München für Stehplatz-Dauerkarten in der kommenden Spielzeit sind die niedrigsten in der Bundesliga (ausgenommen eventuell Schalke 04, wo man sich noch nicht für einen endgültigen Preis entschieden hat). Für 120€ kann man in der Allianz Arena eine Saison lang Fußball sehen, in Mainz muss man dafür fast 100€ mehr bezahlen – ohne jedoch Stars wie Rensing Ribéry und Mario Gomez zu sehen.

Auch bei den teuersten Sitzplätzen bewegen sich die Bayern nur im Mittelfeld: 650€ zahlt man für alle Bundesliga-Heimspiele in der teuersten Sitzplatzkategorie. Immerhin steht man hier vor dem FSV Mainz 05, aber auch weit hinter Borussia Dortmund, die mehr als 800€ verlangen.

Bleibt nur noch die Frage: Warum sollte man 150€ bzw. 570€ für eine Hoffenheim-Dauerkarte ausgeben?

Breaking News: Heynckes statt Klinsmann beim FC Bayern München

27. April 2009

Seit Wochen hatten verschiedene Zeitungen und Fernsehsender darüber gemutmaßt, nun ist es beschlossene Sache: Jürgen Klinsmann wird vorzeitig als Trainer des FC Bayern München abgelöst, sein Nachfolger wird Jupp Heynckes, der bereits für vier Jahre lang (1987-1991) das Training an der Säbener Straße geleitet hatte.

Anscheinend hatten die Vereins-Funktionäre schon länger mit Heynckes Kontakt, denn dieser saß – so berichtet der kicker – während des letzten Bundesliga-Spiels bereits auf der Tribüne und beobachtete seine künftige Elf.

Besonders interessant ist die Besetzung des Co-Trainer-Postens, denn diese Frage wird vereinsintern gelöst: Hermann Gerland, Trainer der zweiten Mannschaft und als Förderer der Jugend und harter Hund bekannt, wird diese Aufgabe übernehmen.

Heynckes wird vorerst nur bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben, möglicherweise geht man also mit einem anderen Trainer in die nächste Spielzeit.

Interessante Personalien werden für Heynckes sicherlich Michael Rensing und Hans-Jörg Butt sowie die Rolle von Lukas Podolski werden. Auch ein möglicher Wechsel von Franck Ribéry wird davon abhängen, mit welcher Perspektive und welchem Trainer der FCB in die kommende Saison geht.