Posts Tagged ‘kicker’
1. Juli 2009
Wir erinnern uns:
Schon im Vorfeld des Treffens lehnte [Hoffenheims Manager Jan] Schindelmeiser einen Transfer allerdings kategorisch ab: „Demba bekommt keine Freigabe.“ [...] Dietmar Hopp bekräftigt seine Aussage: „Es ist ausgeschlossen, dass wir Ba die Freigabe erteilen.“ (Quelle: SpiegelOnline)
Oder:
„Für uns ist das überhaupt kein Thema. Demba hat bei uns noch zwei Jahre Vertrag und wir haben nicht das geringste Interesse daran, ihn zu transferieren“, so Schindelmeiser am Mittwoch gegenüber der dpa. [...] Unmissverständlich stellte auch Ralf Rangnick nochmals seinen Standpunkt gegenüber dem kicker klar: „Wir werden definitiv keinen unserer Leistungsträger abgeben.“ [...] „Bisher gab es keinerlei Anfrage vom VfB Stuttgart“, stellte Schindelmeiser klar. Überhaupt sei ein Weggang des Senegalesen kein Thema in Hoffenheim. „Wir haben keinerlei Interesse, Demba Ba abzugeben, er hat Vertrag und wir denken eher daran, diesen zu verlängern, anstatt den Spieler abzugeben“, sagte Schindelmeiser. (Quelle: kicker
Aber auch:
„Es ist sein Wunsch, den er zum Ausdruck bringt. Aber für uns hat sich nichts geändert. Demba Ba hat seinen bis 2011 laufenden Vertrag zu respektieren“, sagte Schindelmeiser (Quelle: Welt)
Heute hingegen:
Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung wechselt der 24 Jahre alte Senegalese für 12 Millionen Euro zum VfB, wo er einen Dreijahresvertrag unterschreiben soll. Darauf hätten sich beide Klubs verständigt, hieß es. (Quelle: FAZ)
Ist die Hoffenheimer Kriegskasse doch nicht unendlich? Oder wird Demba Ba einfach nur gnadenlos überbewertet? (Das vermute ich.) Wäre neben Chinedu Obasi, Vedad Ibisevic und der Neuverpflichtung Prince Tagoe bzw. dem langsam in die Gänge kommenden Wellington ohnehin kein Platz im Hoffenheimer Sturm für Demba Ba gewesen? Rüstet die Rangnick-Truppe gar noch einmal auf? Oder stellt man die Taktik auf ein 4-4-2 um? (Dafür sprechen die teuren Transfers von Franco Zuculini und Maicosuel.)
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Tags: Chinedu Obasi, Demba Ba, Dietmar Hopp, FAZ, Franco Zuculini, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Schindelmeiser, kicker, Maicosuel, Prince Tagoe, Ralf Rangnick, SpiegelOnline, TSG Hoffenheim, Vedad Ibisevic, VfB Stuttgart, Wellington, WELT
18. Mai 2009
In einer lange offenen Partie wurde die deutsche U17-Auswahl durch einen starken Freistoß kurz vor dem Ende der Verlängerung Europameister. Die Niederländer waren bereits nach sieben Minuten in Führung gegangen, Thy und Trinks erzielten die Tore für die DFB-Elf.
Das 1:0 in der siebten Minute durch Luc Castaignos erzielte niederländische Führungstor wurde in der 34. Spielminute ausgeglichen: Nach einem Freistoß konnte der Keeper Patrick ter Mate den Ball noch abwehren, doch Lennart Thy, der sich aus dem allgemeinen Strafraumgetümmel herausgestohlen hatte, konnte das Leder mit einem wuchtigen Kopfball über die Linie bringen.
Vor 25.000 Zuschauern in Magdeburg dominierten die deutschen Junioren Holland in der zweiten Halbzeit. Dennoch mangelte es mehrfach an klar zu Ende gespielten Aktionen. Vor allem über die rechte Seite entstand viel Druck, doch besonders im zentralen Mittelfeld waren mehrfach leichte Ballverluste zu sehen. Mario Götze und vor allem Lennart Thy waren im Sturm sehr agil, konnten viele Bälle erobern und behaupten, sie zeigten jedoch Schwächen im Abschluss.
Holland blieb insgesamt zu ungefährlich, erst der eingewechselte Rangelo Janga kreierte Chancen für «Oranje».
Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1.
Insgesamt fehlte der deutschen Elf auch in der Verlängerung eine wirkliche Struktur im Spiel. Ein gutes Passspiel im zentralen Mittelfeld existierte nicht, immer wieder musste der Umweg über die Abwehr oder die Flügel gewählt werden. Dass ein Deutscher sich alleine gegen zwei Holländer behaupten musste, war keine Seltenheit – diese strategischen Defizite wurden zwar von den Spielern selbstständig erkannt, jedoch muss dies früher geschehen, um die Situation sauber zu lösen. Umgekehrt blockierten sich vor allem nach Ecken oder Freistößen mehrfach deutsche Spieler gegenseitig. Mit mehr Routine und Eingespieltheit wird sich dies zwar vermindern, aber klare Regelungen, welcher Spieler Priorität im Ballbesitz hat, könnten auch früh schon Abhilfe schaffen.
Die vielen Spiele in kurzer Zeit waren beiden Teams in der Verlängerung anzumerken. Klare Chancen aus dem Spiel heraus entstanden selten und wurden in der Regel von einzelnen, entschlossenen Spielern eingeleitet. Vor allem Matthias Zimmermann und Florian Trinks taten sich hier hervor, sie gingen entschieden in die Zweikämpfe und gaben ihr letztes Hemd, um den Sieg für ihre Mannschaft zu erreichen. Ein Freistoß von Trinks, der scharf getreten und vom Innenpfosten ins Tor prallte, brachte die deutsche U17 dann tatsächlich kurz vor dem Ende der zweiten Halbzeit der Verlängerung in Führung.
Danach wurde das Spiel aggressiver, Zimmermann und Trinks mussten sich gegen rüde Attacken der Niederländer wehren, hielten sich dabei aber auch selbst nicht zurück (vor allem Trinks hatte noch in der regulären Spielzeit heftig den holländischen Torwart attackiert). Mats van Hujivgevoort, der bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit die Gelbe Karte gesehen hatte, wurde nach einer klaren Tätlichkeit an Trinks, dem er auf den Brustkorb trat, überraschenderweise kurz vor Schluss nicht des Feldes verwiesen.
Angesichts der harmlosen Holländer konnte die deutsche U17 das Spiel verdient gewinnen. Lennart Thy, der im Abschluss Defizite zeigte, und Florian Trinks, der manchmal überhart agierte, taten sich dabei auf deutscher Seite besonders hervor.
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Tags: Abenteuer Fußball, Deutschland, Florian Trinks, Holland, kicker, kicker.de, Lennart Thy, Luc Castaignos, Mario Götze, Mats van Hujigenvoort, Matthias Zimmermann, Niederlande, Oranje, Rangelo Janga, U17, U17-EM
27. April 2009
Seit Wochen hatten verschiedene Zeitungen und Fernsehsender darüber gemutmaßt, nun ist es beschlossene Sache: Jürgen Klinsmann wird vorzeitig als Trainer des FC Bayern München abgelöst, sein Nachfolger wird Jupp Heynckes, der bereits für vier Jahre lang (1987-1991) das Training an der Säbener Straße geleitet hatte.
Anscheinend hatten die Vereins-Funktionäre schon länger mit Heynckes Kontakt, denn dieser saß – so berichtet der kicker – während des letzten Bundesliga-Spiels bereits auf der Tribüne und beobachtete seine künftige Elf.
Besonders interessant ist die Besetzung des Co-Trainer-Postens, denn diese Frage wird vereinsintern gelöst: Hermann Gerland, Trainer der zweiten Mannschaft und als Förderer der Jugend und harter Hund bekannt, wird diese Aufgabe übernehmen.
Heynckes wird vorerst nur bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben, möglicherweise geht man also mit einem anderen Trainer in die nächste Spielzeit.
Interessante Personalien werden für Heynckes sicherlich Michael Rensing und Hans-Jörg Butt sowie die Rolle von Lukas Podolski werden. Auch ein möglicher Wechsel von Franck Ribéry wird davon abhängen, mit welcher Perspektive und welchem Trainer der FCB in die kommende Saison geht.
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Tags: FC Bayern München, Hans-Jörg Butt, Hermann Gerland, Jörg Butt, Jürgen Klinsmann, Jupp Heynckes, kicker, Lukas Podolski, Michael Rensing, Trainer
9. April 2009
In der Halbzeit
Zwei Minuten zu spät, gleich mal das Führungstor für ManCity verpasst. Die Engländer gingen bereits nach 36 Sekunden in Führung, doch der HSV entfaltete im Folgenden mehr Druck, führte die Angriffe konsequenter zu Ende und erzielte in der 9. Spielminute nach einigen vergebenen Chancen den verdienten Ausgleich.
Auch danach war der HSV die überlegene Mannschaft, die sich immer wieder Chancen herausspielte, aber keine davon in einen Torerfolg ummünzen konnte – oft hatte Shay Given schlicht Glück, der City-Torhüter wurde oft angeschossen oder bekam den Ball genau auf den Mann gespielt.
Auf die Hamburger Druckphase folgte eine Periode, in der Manchester stärker wurde, vor allem Stephen Ireland und Craig Bellamy, die immer wieder offensive Außenpositionen bekleideten, forderten die HSV-Abwehr. In der Zentrale war Daniel Sturridge präsent, Robinho bekam seltener Gelegenheit sich auszuzeichnen und wurde meist konsequent von Hamburger Spielern gedeckt.
Auf Seiten der Norddeutschen sind vor allem Marcell Jansen, Dennis Aogo und Jonathan Pitroipa herauszuheben, die sich sehr aktiv ins Spiel einbringen. Auch Kapitän David Jarolim und der laufstarke Ivica Olic wussten zu begeistern.
Hamburgs größte Stärke sind aber nicht die Einzelspieler, sondern die Art und Weise, wie diese harmonieren. Martin Jol hat es geschafft, seinem Team ein Spielkonzept zu verinnerlichen, mit dem sich seine Auswahl sicher auf dem Platz bewegt. Auch Probleme in der Abwehr wurden spielerisch gelöst und die Zuspiele in den Laufweg des Stürmers brachten Manchester gewaltig unter Druck.
In der ersten Halbzeit konnte man zwei gute Mannschaften beobachten, der HSV konnte diese Klasse öfter zeigen.
Nach dem Spiel
Der Eindruck der ersten Halbzeit bestätigte sich. Hamburg agierte souverän und ruhig, nutzte aber nur wenige Chancen. Dennoch steht es am Ende 3:1 nach einem Elfmeter von Trochowski und einem Joker-Tor Guerreros.
Ich will an dieser Stelle gar nicht zu viele Worte verlieren, denn wie bereits erwähnt treffen viele Beobachtungen der ersten Spielhälfte auch auf die zweite zu (und für alle Fälle gibt es ja immerhin noch vollständige Spielberichte beim kicker und bei spox), eines muss aber noch angemerkt werden: Der HSV ähnelte in gewissen Belangen dem FC Barcelona des gestrigen Abends. Unaufgeregtes, aber dennoch nicht leidenschaftsloses Offensivspiel mit präzisen Pässen und viel Übersicht. Nur beim Tempo waren die Katalanen eine Kategorie höher anzusiedeln.
[Nachtrag: Die Begründung für meine Ernennung des HSV zur 10.-besten Mannschaft Europas bei probeks Europäischem Fußball-Radar konnte man heute übrigens 90 Minuten lang verfolgen...]
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Tags: Craig Bellamy, Daniel Sturridge, David Jarolim, Dennis Aogo, FC Barcelona, Hamburger SV, HSV, Ivica Olic, Jonathan Pitroipa, kicker, Manchester City, ManCity, Marcell Jansen, Martin Jol, Paulo Guerrero, Piotr Trochowski, Robinho, Shay Given, spox, Stephen Ireland, UEFA Cup, UEFA-Pokal